Folge 75: Du hälst dich für tolerant? – Aber wie offen bist du wirklich...

Shownotes

Offen sind wir gern. Aber was passiert, wenn jemand ganz anders liebt, denkt oder lebt als wir selbst? Bleiben wir neugierig – oder ist unsere Offenheit genau dort zu Ende?

In dieser Folge von **TANTRA TO GO **spreche ich mit Wolf Sugata Schneider über Diversität und darüber, was uns Unterschiede schenken können: neue Erfahrungen, überraschende Perspektiven und die Chance, über uns selbst hinauszuwachsen. Dabei geht es auch um die Frage, wo Offenheit aufhört und ein klares Nein wichtig wird.

Was das mit Tantra zu tun hat? Bewusste Begegnung beginnt damit, hinzuschauen und hinzuspüren: Wer ist der Mensch vor mir? Was löst er in mir aus? Und kann ich ihm Raum geben, ohne meine eigenen Grenzen zu übergehen?

Ein Gespräch über die Lust, sich auf Neues einzulassen, vertraute Denkmuster zu hinterfragen und Vielfalt zu erleben.

Mehr zu Wolf Schneider findest du hier

ZEIT FÜR LIEBE - Christine Janson ist Buchautorin und Intimitätscoach. Sie begleitet Frauen und Paare dabei, Lust, Nähe und emotionale Tiefe wirklich zu leben. Wenn du tiefer gehen möchtest, findest du alle Infos zu ihren Coachings und Kursen unter www.christinejanson.de

Nächste Tantra Abende in Wiesbaden am Freitag 20.11. und 4.12.2026! ** Hier Ticket direkt buchen: ** Zeit für Liebe - Ein Tantraabend nur für Paare am 20.11.2026 bei EVENTFROG

Kinky Tantra Abend für Paare und Singles am 4.12.2026 in Wiesbaden - hier Ticket buchen bei EVENTFROG

Transkript anzeigen

00:00:00: Jan Son.

00:00:01: Ich bin Tantra-Lehrerin, Buchautorin und ich begrüße dich zu meinen heutigen Podcasts Tantras to Go!

00:00:09: In der heutigen Folge habe ich wieder mein ganz lieben Freund Sugata, Wolf Sugata Schneider eingeladen mit dem wir schon viele Podcasts gemacht haben die immer sehr gut ankamen bei den Zuhörern und Sugata hatte den Wunsch geäußert heute über Diversität zu sprechen.

00:00:28: Was bedeutet eigentlich Diversität?

00:00:31: Der Visität heißt erstmal, dass Menschen unterschiedlich sind.

00:00:36: Dass wir unterschiedliche Vorlieben haben, unterschiedliche Erwartungen an Beziehung, dass wir unterschiedlicher sexuelle Vorliebe haben und unterschiedliche Ideen auch wie Gesellschaft funktionieren sollte.

00:00:51: Und im Tantra geht es ja darum, in Liebe liebevoll miteinander umgehen zu können und den anderen sein lassen zu können.

00:00:59: Das ist nicht immer so einfach!

00:01:03: Deshalb geht's im heutigen Podcast darum wie gehe ich damit oben wenn jemand anders ist, anders denkt als ich?

00:01:11: Wie kann ich trotzdem in der Liebe bleiben und eben nicht versuchen in meine Erwartungshaltung hinein zu pressen.

00:01:23: Herzlich willkommen lieber Sugata!

00:01:25: Ich finde es toll, dass du wieder dabei bist.

00:01:28: Magst du dich vielleicht erst mal kurz vorstellen für Leute die dich noch nicht kennen?

00:01:33: Ja, ich bin.

00:01:34: Ich freue mich immer von dir eingeladen zu sagen die Gespräche waren immer sehr spannend mit dir also für mich anregend.

00:01:40: auch diesmal durfte ich das Thema selber wählen weil diversität mich in verschiedenen hinsicht auf verschiedenen bühnen gerade sehr stark starke impulse gibt.

00:01:51: ja zu mir ich habe vor gut dreißig jahren mal ein tontra beruf veröffentlicht und drei spiele der liebe Ja, ist noch erhältlich auch in der italienischen Ausgabe.

00:02:02: Ich bin seit vierzig Jahren ungefähr in der Tantra Subkultur in Deutschland und ein bisschen außerhalb davon auch unterwegs.

00:02:12: Und ja aktuell Diversität ist ein Thema was nicht nur Tantrika interessieren sollte, sondern es ein großes gesellschaftliches wird auch sagen politisches Thema, spirituelles Thema natürlich.

00:02:28: Und so der philosophische Hintergrund ist die Einheit in der Vielfalt.

00:02:33: Also wir schätzen ja vielfalt, gerade in der modernen Gesellschaft wird immer mehr eine Abkehr von der Monokultur propagiert hin zu einer Vielfaltung und Vielfald wird auch in der Biologie sehr geschätzt.

00:02:49: Und ich finde die Gesellschaften, die vielfältig sind immer viel interessanter als die, die einfällig sind.

00:02:56: Man kann ja psychisch einfällig sein aber eine Kultur, die nur einen Ausdruck hat, find' ich

00:03:02: langweilig.

00:03:03: Ja und nun haben wir in der Sexualität, in der Partnerschaft haben wir im typischen Falle ein Gegenüber von zwei Polen.

00:03:11: In der Heterosexualität sind es Mann- und Frau auch in homosexuellen Beziehungen gibt's es gegen Pole.

00:03:19: Jetzt habe ich mich schon als junger Mensch gefragt, warum überhaupt ist Sexualität gibt und mein Vater war Biologis von ein paar Jahren gestorben in der Grundtagenforschung.

00:03:31: Und ich glaube die Frage hat ihm auch gefallen und ich bin also mit Davidens Evolutionstheorie aufgewachsen habe mich natürlich gefragt, warum?

00:03:40: die Evolution ist doch sonst so ökonomisch.

00:03:44: Die versucht Aufwand zu vermeiden und es geht da um Fortpflanzung, um Überleben des Individuums und des Kollektivs also der Spezies.

00:03:53: Warum bringt sie diesen verdammt großen Aufwand?

00:03:56: Der Sexualität diese Aufspaltung in zwei Phenotypen nennt man das ein weiblichen einen männlichen Und der Hintergrund davon, und das habe ich erst in den letzten fünfzehn Jahren so richtig verstanden ist die Erzeugung von Vielfalt.

00:04:12: Also die Nachkommenschaft wäre doch so viel leichter.

00:04:16: wenn Frauen Kinder kriegen könnten Männer Kinder kriegen können.

00:04:19: diese ganze Aufwand der Partnersucher des Ballstanzes Der Beziehungskonflikte Die wird auch alle kennen mein Gott.

00:04:27: Und oft geht es dann schief.

00:04:28: und wenn man zum Beispiel im Sexakt vereinigt ist, also Predaturen Beutetiere können einen doch viel leichter fressen und finden.

00:04:36: Es ist doch ein Überlebensnachteil diese ganze verdammte Sexualität.

00:04:41: aber der Mega-Vorteil ist die Erzeugung von Vielfalt und deswegen haben gibt es Sexualität seit mehr als eine Milliarde Jahren.

00:04:50: Ist bei den Eukaryoten im Urmeer schon entstanden und hat sich als vorteilhaft bewiesen.

00:04:56: Bei mehr als neunundneinzig Prozent aller Spezies ist die Fortpflatzung eine sexuelle.

00:05:02: Trotz dieses großen Aufwandes bei der Vorteil, da Diversitätserzeugung also der Vielfalt so riesengroß ist.

00:05:11: und jetzt gleich noch ein paar Gründe.

00:05:13: Du willst weiter fragen, Christine?

00:05:15: Aber ich möchte das jetzt noch sagen... Wer der Gründe sind, dass bei Umweltveränderungen wie es im krassesten Fall Pandemien sind zum Beispiel.

00:05:25: Da gibt es wenn die Vielfalt groß ist immer irgendwer der überlebt und wenn's nur einen Typus gibt dann ist er weg vom Fenster.

00:05:34: Der ist dann tot.

00:05:35: Wenn der Pilz oder die Pandemie oder der Virus oder die Pest die ganze Spezies absolviert vom Paket der Evolution.

00:05:48: Ja, du hast jetzt schon mal einen wunderbaren schönen Überblick gegeben.

00:05:53: das ist für das biologische Weiterleben unserer Spezies Mensch oder überhaupt auch der Tierwelt wichtig ist dass es eben Vielfalt, Artenvielfalt gibt.

00:06:03: Das ist schon einfach wahrscheinlich der Hauptgrund warum Vielfald eben wichtig ist.

00:06:10: Aber mich interessiert trotzdem noch, weil du hast das Thema vorgeschlagen.

00:06:13: Vielfalt hat ja viele Facetten.

00:06:16: Ja vielfall klar verschiedene Geschlechter mann Frau, Fahrtpflanzung.

00:06:22: aber Vielfald heißt eben auch vielfältige Ideen zu haben, zum Beispiel auch in der Partnerschaft.

00:06:28: Wie sollte eine Partnerschaft gelebt werden?

00:06:30: In der Politik gab es denn ein persönliches Erlebnis dass das Gefühl hast jemand will dich vielleicht kann dich nicht sein lassen oder du hast vielleicht auch an dir selbst gemerkt, dass jemand so anders ist als du, dass eben trotz deines spirituellen Hintergrunds du das Gefühl hasst.

00:06:47: jetzt fällt's mir aber schwer liebevoll zu bleiben.

00:06:51: Also dieses Thema und auch die Herausforderung, die es sehr begleitet mich schon immer ist.

00:06:56: Jetzt gibt es nicht ein Ereignis das da besonders stark gewesen wäre vielleicht die Tendenz.

00:07:01: ich bin jetzt politisch aktiv auch im Sinne der Friedensbewegungen und dann merke ich was für Klüfte es in der Gesellschaft gibt.

00:07:08: also Verschiedenheit Menschen sich nicht verstehen nicht verstehen wollen.

00:07:12: Da gibt's also auch einerseits wird Diversität und Vielfalt gepredigt Und andererseits kann man die Andersartigkeit an Gar nicht ab, ja.

00:07:21: Also da begegnet mir Diversität und die Schwierigkeit... Lass

00:07:25: uns dabei bleiben!

00:07:26: Genau bei dem Punkt den du gesagt hast.

00:07:28: Und dann gibt es einen Punkt wo du sagst Da kann ich dir anders Artigkeit gar nicht abhaben Du bist hier eigentlich ein sehr toleranter Mensch Aber auch bei dir gibt das eben Grenzen.

00:07:39: Andere Menschen haben vielleicht schon viel früher Grenzen.

00:07:42: Was machst du denn?

00:07:43: In dem Moment wo du das Gefühl hast, da tickt jemand Denkt jemand ganz anders als ich?

00:07:49: Was machst du dann, um trotzdem in der Liebe bladen zu können?

00:07:54: Einatmen.

00:07:55: Ausatmen!

00:07:58: Also das ist für mich jetzt nicht so schwierig.

00:08:00: also ich gestaune die, die nicht miteinander können weil ich eher so ein versöhnlicher Typ bin.

00:08:07: Ich kann damit beiden Seiten selbst wenn es ganz krasse Gegensätze gibt.

00:08:11: Ich kenne meine innere Vielfalt und ich weiß nichts menschliches, sie ist mir fremd, alles habe ich auch in mir Und dann kann ich manchmal schreckig auch, wie krass gewaltbereit irgendjemand ist und dann erschreck' ich.

00:08:23: Dann muss ich mal tief durchatmen und wenn nicht physisch eingegriffen werde sondern verbal, dann kann mich ganz gut damit umgehen.

00:08:33: und physische Angriff kommt zum Glück nicht so oft vor.

00:08:38: Ja, ja, er kommt zum glück nicht so often vor aber er kommt zb bei anderen teilen unserer Bevölkerung durchaus vor.

00:08:49: Also zum Beispiel, wenn du eine andere sexuelle Orientierung hast und dich eben auch zeigst vielleicht auch in deiner Transsexualität In manchen Teilen von Deutschland ist es dann vielleicht wirklich gefährlich so zu sein.

00:09:05: Und wie geht man damit um?

00:09:08: Wenn andere einen nicht sein lassen können

00:09:12: allen atmen, ausatmen, entspannen und die Diversität, die wir ja in uns auch haben im Außenwelt-, Innenwelt- und Außenwelt angucken.

00:09:23: Und zum Thema Transsexualität, Diversitet.

00:09:27: heutzutage ist es ja in einigen Kulturen auch bei uns üblich geworden weil wenn man Fragebogen ausfällt muss man nicht männlich weiblich eintragen sondern als dritte Möglichkeit divers.

00:09:39: Das ist ein Trend, den es gibt seit zwanzig dreißig Jahren vielleicht noch ein bisschen kürzer.

00:09:46: Ich habe nochmal nachgeschlagen.

00:09:47: tatsächlich ist die Akzeptanz der nicht entweder männlich weiblichen also der heteronormativen Kultur in Südasien viel früher legalisiert, legitimisiert worden interessanterweise und sogar in islamischen pakestalen was ansonsten eine ziemlich rückwärtsgewandte konservatäre die Rechtsprechung hat.

00:10:12: Aber da ist der sogenannte freie, moderne Westen nachgehängt und man kann noch früher reingucken in die indische Geschichte denn die Hydras sind Indien das sind die Quiren in Indien.

00:10:26: Die sind schon im Kommerzutra erwähnt worden, zweieinhalb nach Christi und ich habe in meiner Sonderhälfte über Indien einen speziellen Artikel über den Hydras verheiratet.

00:10:38: Das war damals noch, da hat sich keiner mit Trends beschäftigt Mitte der neunziger Jahre.

00:10:42: Aber das ist eine tiefe religiöse Kultur.

00:10:45: Die sind die nicht heteronormativen.

00:10:48: Ja?

00:10:49: Die am Rande der Gesellschaft fast wie die Schutras, die Kastenlosen existiert haben, sexuelle Dienstleistungen erbracht und sich verkleidet hatten... magische Prozessuren bei Hochzeiten, bei Jubiläen vollzogen haben.

00:11:01: Also die hatten Sinn für die ganze Gesellschaft waren aber ausgegrenzt so wie die Zugeuner und die Schwulen bei uns oft damals noch.

00:11:09: Und jetzt sind die legitimisiert und legalisiert worden natürlich noch nicht von allen Aber da war Südasien Vorreiter.

00:11:18: Das ist eine spirituelle Kultur.

00:11:20: Die haben ihre eigenen Götter gestalten.

00:11:22: Ja

00:11:25: Mich interessiert um einfach ganz praktisch zu sein.

00:11:29: Wir können über Politik reden und das ist auch wichtig, aber es ist oft auch so ein bisschen theoretisch.

00:11:37: Wie sieht's ganz praktischer aus in der Beziehung?

00:11:40: Da kommt es ja alltäglich vor dass da sehr unterschiedliche Erwartungen aufeinanderprallen.

00:11:48: Der eine hat die Vorstellung er möchte gerne mehr Freiheit haben, möchte was weiß ich sich mit Kumpels treffen dreimal die Woche und der andere Teil der Beziehung möchte vielleicht doch lieber mehr Heinlichkeit haben gemeinsam auf dem Sofa Netflix schauen.

00:12:09: Und das sind zwar sehr unterschiedliche Vorstellungen von Beziehungen treffen aufeinander, wie kann man damit umgehen?

00:12:16: Wie ja einatmen ausatmen ist schon mal guter ist immer gut zu atmen.

00:12:23: Wie kann man da auf einen Konsens kommen?

00:12:25: oder Und das sollte man sich trennen, wäre man zu unterschiedlich?

00:12:31: Er nicht.

00:12:32: Also es gibt auch Gründe wo eine Trennung angesagt ist aber in der Regel nicht.

00:12:37: Mein geistiges oder philosophisches oder spirituelles Konzept ist davon ich bin auch du wie sie in den Upanishaden sagen tat warm als sie auch.

00:12:50: dass bin ich.

00:12:52: und wenn die Partner zueinander sagen können und wirklich fühlen können Also unsere Alltagsfrechweise dazu, ich nehme dich in mein Herz auf.

00:13:01: Mein Herz ist mein Identitätsraum mein Ich, den Dehne ich aus und dann bist du da drin.

00:13:08: Alles was Du äußerst das bin ich dann

00:13:11: auch.".

00:13:11: Und dann ist diese Trennung des was man eben psychisch das Othering nennt.

00:13:17: Man braucht einen psychischen Aufwand um den anderen erst zu einem anderen zu machen weil die einfache kindliche Art wäre.

00:13:26: Was ich erlebe da draußen in der Welt ist auch meine Innenwelt.

00:13:29: dass bin auch ich Und wenn dieses Gefühl da ist, das kann man auch als geistige Praxis üben.

00:13:35: Das nenne ich dann irgendwie geistiges Yoga oder so Ich-Identitätsausdehnung.

00:13:41: Aber man kann auch sagen einfach Auch dass bin ich Nichts Menschliches Ist mir fremd und dann entstehen keine Partnerschaftskonflikte mehr.

00:13:54: Das finde ich ein sehr interessantes Konzept Obwohl, ich glaube für die meisten Menschen ist es doch vielleicht noch ein bisschen fremder.

00:14:03: Weil man muss schon geübt sein sich eben auch mit Meditation auskennen und auch mit dem Gedanken dass wir eben alles eins sind was ich einen tollen Gedanke finde weil das ja auch der Gedankel von Tantra Dass wir alle letztendlich miteinander verbunden sind.

00:14:18: Das was ich dir an tue, tue ich eigentlich auch mir selbst an.

00:14:22: Ich glaube wenn Menschen diese Bewusstheit verinnerlicht dann gibt es keine Kriege mehr, dann wären wir wirklich in einem Paradieses im Zustand.

00:14:33: Und anfangen können wir und müssen wir natürlich in der Beziehung mit uns.

00:14:38: Was mir in dem Zusammenhang einfällt?

00:14:41: Ja du wolltest gerade was sagen.

00:14:44: Ich sage zu dem Wir sind alles eins ja aber nicht ein Brei.

00:14:51: also da kommen die Unterschiede dann rein.

00:14:53: und das sind wir beim Thema Diversität Du und ich, wir sind eins.

00:14:59: Und wir sind doch verschieden.

00:15:01: Und es ist logisch nicht nachzuvollziehen.

00:15:05: Das kann man nur durch Herzöffnung oder durch diese Tatvamassi geistige Praxis des den anderen das andere in sich aufzunehmen und die Außenwelt aus Innenwerk zu erkennen.

00:15:20: Es ist nicht hinzukriegen Wenn man ein scharfer Denker ist, man bemüht sich so.

00:15:26: Es geht nicht und es gibt auch schöne Beispiele dazu.

00:15:31: also ich gehe jetzt doch mal wieder ins Historische weil unsere moderne Gesellschaft begann in Europa quasi mit der französischen Revolution.

00:15:39: Und auch diese links-und rechts Unterscheidung die saßen im Parler Land Links dadurch ist Die linke entstanden und auf der anderen Seite saßen sie rechts die konservativen.

00:15:48: Und da die Liberty, Egalité, Fraternität war ja so der Slogan der französischen Revolution.

00:15:56: Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit.

00:15:59: und zum Thema Egalität Frauen und Männer sind gleich.

00:16:03: Hier ist es auch, dass Frauen dürfen doch auch wählen und sie sind genauso wichtig in der Politik.

00:16:08: Da gab's einen Einwand und er heißt, aber es gibt einen kleinen Unterschied Lapuzzi-Différence und der ganze Saal hat gejubelt, wie gut dass es diesen kleinen Unterschied zwischen männlichem und weiblichen gibt.

00:16:25: Und das mit Humor zu verstehen, dass wir zwar alle eins sind, animus Frau und Mann Beziehungskonflikte ohne Ende.

00:16:36: und trotzdem wenn wir einander ins Herz aufnehmen und uns selbst am anderen erkennen Dann ist der Unterschied spannend, erotisch, attraktiv.

00:16:48: Da kann man Musik machen damit und es kommt nicht zu Konflikten außer Konfligten die irgendwie interessant und spannend und erotische sind.

00:16:56: Ja genau, Konflikte, Polarität führt auch zur erotischen Feuer.

00:17:01: das darf man ja auch nicht vergessen!

00:17:04: Mir fällt in den Zusammenhang Ein Buch ein, das Moment sehr gehypt wird.

00:17:09: Hast du vielleicht auch schon gehört oder gelesen?

00:17:11: Let them!

00:17:13: von Mel Robbins.

00:17:17: Es ist immer ein sehr aktuellen Moment weil da geht es genau um dieses Thema.

00:17:21: wie gehe ich damit mit um wenn jemand ganz anders handelt oder denkt als ich?

00:17:29: Die Autorin hatte nämlich genau diese Erfahrung gemacht dass sie sich ständig aufgeregt hat über andere Und sie hat das Buch mit ihrer Tochter geschrieben.

00:17:40: und in dem Augenblick, wo sie gesagt hat, let them.

00:17:43: Lass die doch machen!

00:17:44: Die haben das Recht dazu anders zu sein.

00:17:47: Hat sie sich entspannt?

00:17:49: Auf einmal war der Konflikt weg.

00:17:51: In diesem Buch gibt es eigentlich zwei Aspekte.

00:17:54: zum einen den Aspekt lett them.

00:17:57: Jeder hat das recht auch wenn's mir entgegen meinen Vorstellungen entspricht dass zu tun was er möchte.

00:18:04: Aber das zweite heißt eben auch let me, also auch kretzen zu ziehen.

00:18:10: Wenn eben die Andersartigkeit meine eigene Freiheit bedroht und ich glaube auch dass ist eben ein ganz ganz wichtiger Aspekt eben auch kreisen zu ziehen.

00:18:23: Und da sind wir auch bei Beziehung klar Jeder hat das Recht so zu sein wie er will und er darf es auch aber Wenn es dem widerspricht, was mein Zufriedenheitsgefühl, mein Lebensgefühl ausmacht dann ist es doch auch wichtig Grenzen zu ziehen oder vielleicht sogar so sagen das passt nicht zu mir.

00:18:46: Ich muss mich herausnehmen aus der Beziehung.

00:18:49: wie siehst du das?

00:18:51: Rote Linien zu ziehen ist eminent wichtig Im privaten, im kollektiven, im gesellschaftlichen in der Politik.

00:19:01: Man muss das akzeptieren und es ist im Grunde die Akzeptanz der Diversität.

00:19:06: Also den anderen zu lassen, die laisse ich verhalten.

00:19:09: Ich lasse dich so sein wie du bist.

00:19:12: aber was ist wenn du ein Revolver in die Hand nimmst und anfängst als Attentäter um dich zu schießen?

00:19:18: dann ist meine rote Linie erreicht.

00:19:20: meinem Gewissen nicht nur dass sich sagen das kann ich als psychischen und Charakter usw.. Das geht mir jetzt zu weit.

00:19:28: es geht mir ethisch zu weit Weil das eine Gewaltanwendung ist und die unterstütze ich nicht.

00:19:33: Und dann werde ich dir eingreifen und dir den Revolver wegnehmen, wenn ich denn kann!

00:19:38: Also es gibt rote Linien – und das ist der Gegenpol zur Einheit.

00:19:47: Spannend finde ich auch bei unserem Thema dass der Trend in der Gesellschaft auch der Schönheitstrend ja dahin geht gleich zu sein.

00:19:57: Wenn du bei Instagram schaust Jeder will die gleiche Nase haben, mit gleichen Gesichtszüge.

00:20:03: Teilweise kaum mehr auseinander zu halten.

00:20:06: Warum möchten Menschen eigentlich so sein wie alle anderen?

00:20:09: Warum ist das Moment so ein Trend?

00:20:12: Nicht erst im Moment!

00:20:15: Also die Anpassung natürlich für unsere Psyche gekommen ist in der Steinzeit entstanden und da waren wir im Stamm von maximal hundertfünfzig Teilnehmern, die wir alle kannten.

00:20:25: Und was die Nachbarn unter anderem stammes Mitgliedern sagten hat eine große Rolle gespielt und auch heute ist es noch so.

00:20:31: das würden die Nachbar sagen wenn ich jetzt vor offenem Fenster mich nackt ausziehe und solche Sachen.

00:20:38: also Das ist dieser Anpassungsdrang, den haben wir und er hat auch Vorteile.

00:20:45: Also dass wir alle beide rot an der Ampel halten, hat definitiv Vorteile.

00:20:50: und gut das jetzt Nisten also freie Körperkultur kämpft separat sein müssen.

00:20:56: Na ja, das berücksichtigt die mit Nackteid nicht so gut umgehen können.

00:21:03: Aber jedenfalls sind wir anpassungsfähig gewesen.

00:21:07: aber diesen Trend zu, zur Überanpassung.

00:21:11: Also gut angepasst zu sein an eine kranke Gesellschaft ist kein Zeichen von Gesundheit.

00:21:16: Das ist so ein schöner Spruch von Situ Christiana Moti.

00:21:19: also wir brauchen auch die Fächer zur Rebellion zum Zivilcourage zu sagen.

00:21:24: so nicht das lasse ich mich mit mir machen in der Partnerschaft aber auch im politischen Kollektiv.

00:21:31: Ja, finde ich jetzt sehr spannend was du sagst.

00:21:33: Dass es auch das überlebensnotwendig ist sich nämlich anzupassen ja auch eben vielleicht nicht aufzufallen weil man vielleicht sonst Angst haben muss dass einem etwas passiert dass man ausgesondert wird aus der Gesellschaft und früher in kleineren Gemeinschaften da gab's vielleicht auch nicht so viele Wahl Man musste um zu überleben eben Teil dieser Gemeinschaft sein.

00:21:59: Das finde ich auch sehr, sehr wichtigen Aspekt den du gesagt hast und dass es eben auch Mut braucht, eben divers zu sein.

00:22:10: Zu sagen Ich bin eben anders!

00:22:12: Ich habe eine andere Körperform oder anderes aussehen und feiere das und sehe anders aus.

00:22:18: also es braucht Mut zur Diversität.

00:22:23: Und wenn wir die Vielfalt im anderen akzeptieren können, dann brauchen wir vielleicht nicht so oft die Beziehung zu wechseln.

00:22:33: Es gibt ja solche und solche Beziehungsformen – und die einen war katholisch einmal und für immer.

00:22:40: Da ist es ein Beziehungenstherapeut mit dem ich befreundet bin hat gesagt das Armefi-Konzept hat sich nicht bewährt alles mit einem für immer weil kein Partner kann einfach bis das der Tod uns scheidet, alle die Bedürfnisse, die ich an eine Partnerschaft habe erfüllen.

00:22:58: Aber wenn wir selber uns trauen selbst uns divers also vielfältig auszudrücken, also Persönlichkeitsanteile wo man erst plagt Das darf ich meinen Partner nicht zeigen, sondern doch.

00:23:10: Ich zeige ihm mein Trauer, meine Wut, meine Freude, meine ganze Vielfalt.

00:23:17: Dann braucht der Partner vielleicht nicht so sehr einen anderen zu suchen mit dem er auch das erleben kann, sondern kann es alles mit mir

00:23:23: erleben.".

00:23:24: Auch das hat natürlich Grenzen, aber wenn ich in dir, Göttin die große Vielfalt der Möglichkeit eine Frau zu sein erleben kann.

00:23:35: Ja dann brauche ich doch nicht weiterzusuchen und dann habe ich es schon in dir.

00:23:42: Das ist ein sehr reifes weise Form Beziehung zu sehen!

00:23:50: Und es braucht natürlich diese Mut, die Willkarage auf den Mut im Partner gegenüber.

00:23:56: Nicht das dann meine Freundin sagt, so kenne ich dich ja gar nicht!

00:24:02: Das ist jetzt nicht mehr der Sugata, den ich damals kennengelernt habe.

00:24:07: Ja, dann lern mich bitte so kennen, weil auch das bin

00:24:10: ich.".

00:24:11: Also dann zeige ich mich liebevoll und auch subtil vorsichtig.

00:24:17: Meine Partnerin will das nicht überfordern, aber dann zeigte ich Teile von mir die da sich ausdrücken wollen.

00:24:25: Und dann kann die Beziehung so befreudevoll, so abwechslungsreich sein.

00:24:31: Ja und dann können wir gemeinsam persönlich wachsen weil wir sind ja in einem ständigen Veränderungsprozess.

00:24:36: jeder Mensch Wir sind auf einer Heldenreise, wir sind nicht mehr dieselben wie gestern waren.

00:24:41: Und wenn wir die Impulse, die vom Partner kommen auch in Konflikten als im Anstöße nehmen können einen Entwicklungsschritt zu machen über eine Schwelle hinaus.

00:24:50: Dann kann diese dann ein paar gemeinsam wachsen verschieden jeder für sich und doch irgendwie gemeinsam.

00:25:00: Das ist ne sehr schöne Vorstellung von Beziehung aber das setzt auf voraus dass beide Partner eine gewisse Bewusstheit haben, dass sie beide aneinander wachsen wollen.

00:25:12: Und ich glaube das ist die Grenze.

00:25:13: wenn der eine das nicht will dann wird es schwierig in der Beziehung und du hast was sehr schönes eben auch gesagt nämlich sich auch zu zeigen in der Unterschiedlichkeit.

00:25:24: und das ist etwas was gerade in langjährigen Partnerschaften schwierig wird weil der eine vielleicht dann Angst hat wenn ich meiner Partnerin oder mein Partner zeige welche neuen Ideen ich vielleicht habe, sei es auch in der Sexualität.

00:25:37: Vielleicht mal was Neues ausprobieren?

00:25:39: Dann überfordere ich vielleicht die andere oder den anderen und deshalb schweigt man!

00:25:44: Und dann trifft man immer mehr auseinander.

00:25:48: Dann verliert man die Intimität miteinander und von daher finde ich das sehr schön, was du gesagt hast, den Mut zu haben sich eben auch in den neuen Facetten zu zeigen So wie wir vor einem Jahr waren, vor zehn Jahren war es so sinnwinnig.

00:26:03: Das ist ja auch gut so und das macht ihr auch das Leben spannend oder die Beziehung spannend.

00:26:09: Wir müssen uns zeigen um

00:26:12: gesehen zu werden.

00:26:16: Was würdest du zum Beispiel ein paar jetzt eben auch raten?

00:26:21: Wie können sie sich zeigen ohne Angst haben zu müssen sich zu überfordern gegenseitig

00:26:27: erst mal sprechen Let's talk about sex, let's talk our relationship.

00:26:34: My fear is access of English mal.

00:26:36: Es ist manchmal leichter die Sprache auch zu wechseln um Scham zu überwinden.

00:26:41: Also authentische Kommunikation nennt man das halt unter den jungen Leuten authentic relating sagen die da sind wir ganz scharf drauf.

00:26:50: Radical

00:26:51: honesty!

00:26:52: Vertical honesty, genau einfach mal alles sagen.

00:26:56: Wenn ich Angst habe, sagen das sich Angst hat.

00:26:59: wenn ich was mich nicht traue... Ich trau mich nicht oder ich möchte dir gerne etwas sagen aber heute traue ich mich noch nicht und vielleicht muss ich mir einen Schluck Bier nehmen oder will tanzen und dann geht's und so.

00:27:12: aber wenn ich das ausspreche Dann weiß ich, der andere hat Scheu und Scham.

00:27:17: Der hat Befürchtungen.

00:27:19: Und dann kann man gegenseitig was machen.

00:27:21: Du darfst von mir alles sagen!

00:27:23: Ich werde nicht alles tun, was du dir vielleicht wünschst.

00:27:25: Natürlich nicht auf meine Grenzen.

00:27:27: Aber bitte sag mir

00:27:29: alles!".

00:27:30: Und dann öffnen sich ganz viele Türen.

00:27:33: Wenn es gar nicht geht... ...und er sagt ja, wenn einer in der langen Partnerschaft spricht, aber eigentlich bin ich schwul oder lesbisch Und dann kommt er oder sie raus.

00:27:43: damit und da muss man halt entscheiden, können wir trotzdem zusammenbleiben.

00:27:47: Verharrat in der Papi-Tier und vielleicht haben wir Kinder... Oder müssen wir das trennen?

00:27:52: Es gibt Situationen wo eine Trennung angesagt ist einfach weil die Seele will sich ausdrücken, will leben und der Anfall mit dem Sprechen Radical Honesty Authentic Mulating.

00:28:06: so gut!

00:28:07: Genau genau wofür natürlich viele Partner Angst haben oder Partnerin ist, wenn der eine sagt wir müssen reden.

00:28:18: Dann gehen ja schon alle erlaubt.

00:28:21: Was hat er jetzt wieder?

00:28:24: Erlaubt man ja Angst.

00:28:25: Da ist

00:28:25: ja schon so ein Widerstand da.

00:28:27: also von daher sage ich mein Klientin oder klienten immer, dass es schön ist das was du gesagt hast die Kommunikation zu ritualisieren als etwas regelmäßiges einzubauen vielleicht einmal die Woche.

00:28:41: Dass man sich Zeit nimmt wo jeder zehn Minuten einfach reden darf alles was ihm auf dem Herzen liegt und dann zehn Minuten der andere ohne sich zu unterbrechen ohne so bewerten sondern einfach nur mal reden und zuhören und mehr nicht.

00:29:00: Zwiesprache nach Michael Lukas Möller, du hast es gerade erwähnt ein Wundermittel.

00:29:07: Das ist die Zwiehsprache nach Mikael Lukas Müller, die gilt als die erfolgreichste Paar-Beziehungspflegeerhalt Methode überhaupt in der Psychologie und der Partnerschaft.

00:29:20: zehn Minuten rede ich und greife dich nicht an dabei, rede nur meine Gefühle die ich in Bezug speziell auf dich habe.

00:29:27: dann bist du dran zehn Minuten und du antwortest nicht auch wenn irgendwas dich provoziert hat in meiner Rede sondern sprichst nur über deine Gefühde.

00:29:35: Und es geht dreimal hin und her, sechszehn Minuten und dann wird am selben Tag nicht mehr über das Erlebte gesprochen.

00:29:43: Wunderbar!

00:29:44: Sehr schön.

00:29:45: Man kann es auch auf neunzig Minuten ausdehnen, dann hatte jeder fünfzehn Minuten Zeit zu reden.

00:29:50: Und da lernt man auch in zehn Minuten, fünfzeh Minuten nur über sich zu reden und dem anderen macht er dann auch kein ruhiges Gesicht.

00:29:59: Sondern der kommentiert nicht mit Gesichtausdruck sondern hört einfach still zu und das ist so wohltumt!

00:30:09: Aber das hast du sehr schön gesagt, lieber Sugata.

00:30:11: Das ist jetzt ein wunderbarer Abschluss finde ich auch von unserem Gespräch reden und zuhören!

00:30:20: Ich glaube dass es der Beginn um sich gegenseitig zu verstehen anzunähern und in Liebe miteinander auch in der Unterschiedlichkeit sein zu können.

00:30:34: Ich möchte ihm noch was hinzufügen.

00:30:36: Du hast Parmen in unserem Speich gesagt, ja aber das ist für Leute die weiß ich so spirituell entwickelt sind oder Achtsamkeitspraktis.

00:30:43: oder müssen sie unsere viele Jahre meditiert haben?

00:30:46: Nein!

00:30:47: Achtsammkeit ist tatsächlich das A und O. Das ist einfach der Selbstgewahrsein.

00:30:52: wenn ich etwas tue, wenn sich etwas sage mir bewusst zu sein dass ich etwas gerade tue und etwas sage und wenn ich dem anderen Vorwürfe mache zu wissen dass ich die Vorwörfe machen da führt kein Weg von dieser Grund, die das Bewusstsein der Achtsamkeit da ist.

00:31:10: Dann kann man alle Beziehungskonflikte wuppen.

00:31:14: Sehr schön!

00:31:15: Lieber Sogarter!

00:31:17: Wir sind jetzt schon... Ich könnte wie immer ewig mit dir weiterreden.

00:31:21: Wir müssen bald wieder ein Podcast machen?

00:31:24: Ja.

00:31:24: Ich danke

00:31:25: dir für dieses spannende schöne Gespräch und an unsere Zuschauer und Zuhörer Wollt ihr Garte Schneider, gibt spannende Seminare.

00:31:35: Ich werde seine Kontaktdaten in den Show Notes veröffentlichen und ihr dürft auch gerne bei mir auf die Webseite schauen www.christinejansom.de Und ich freue mich wenn Ihr wieder dabei seid beim nächsten Mal und wünsche Euch eine tolle Woche!

00:31:51: Und Dir natürlich auch lieber so Garte!

00:31:54: Tschüss!

00:31:55: Wenn Sie dir Christine und bis zum nächsten mal!

00:31:57: Bis

00:31:57: zum nächsten Mal!

00:32:10: Ich bin Tantra-Lehrerin, Buchautorin und ich begrüße dich zu meinem heutigen Podcast Tantratugow.

00:32:18: In der heutigen Folge habe ich wieder meinen ganz lieben Freund Wolf Sugata Schneider eingeladen mit dem wir schon viele Podcasts gemacht haben die immer sehr gut ankamen bei den Zuhörern und Sugata hatte den Wunsch geäußert heute über Diversität zu sprechen.

00:32:37: Was bedeutet eigentlich Diversität?

00:32:40: Diversitet heißt erstmal, dass Menschen unterschiedlich sind.

00:32:45: Dass wir unterschiedliche Vorlieben haben, unterschiedliche

00:32:49: Erwartungen

00:32:50: an Beziehung, dass wir unterschiedlicher sexuelle Vorliebe haben und unterschiedliche Ideen auch wie Gesellschaft funktionieren sollte.

00:33:00: Und im Tantra geht es ja darum, in Liebe liebevoll miteinander umgehen zu können und den anderen sein lassen zu können.

00:33:08: Das ist nicht immer so einfach!

00:33:12: Deshalb geht's im heutigen Podcast darum wie gehe ich damit um wenn jemand anders isst, anders denkt als ich?

00:33:21: Wie kann ich trotzdem in der Liebe

00:33:22: bleiben?!

00:33:25: eben nicht versuchen in meine Erwartungshaltung hinein zu pressen.

00:33:32: Herzlich willkommen lieber Sugata!

00:33:34: Ich finde es toll, dass du wieder dabei bist.

00:33:37: Magst du dich vielleicht erst mal kurz vorstellen für Leute die dich noch nicht kennen?

00:33:42: Ja, ich freue mich immer von dir eingeladen zu sein.

00:33:45: Die Gespräche waren immer sehr spannend mit dir also für mich anregend.

00:33:49: auch diesmal durfte ich das Thema selber wählen weil diversität mich in verschiedener Hinsicht auf verschiedenen Bühnen gerade sehr stark starke Impulse gibt.

00:34:00: ja zu mir Ich habe vor gut dreißig Jahren mal ein Tantra-Wuch veröffentlicht.

00:34:05: Tantraspiele der Liebe Ja, ist noch erhältlich auch in der italienischen Ausgabe.

00:34:12: Ich bin seit vierzig Jahren ungefähr in der Tantra Subkultur in Deutschland und ein bisschen außerhalb davon auch unterwegs.

00:34:21: Und ja aktuell Diversität ist ein Thema, das nicht nur Tantrika ... interessieren sollte, sondern es ist ein großes gesellschaftliches wird auch sagen politisches Thema, spirituelles Thema natürlich und so der philosophische Hintergrund ist die Einheit in der Vielfalt.

00:34:42: Also wir schätzen ja vielfalt.

00:34:45: gerade in der modernen Gesellschaft wird immer mehr eine Abkehr von der Monokultur propagiert hin zu einer Vielfaltung.

00:34:54: Vielfald wird auch eine Biologie sehr geschätzt Und ich finde die Gesellschaften, die vielfältig sind immer viel interessanter als die, die einfällig sind.

00:35:05: Man kann ja psychisch einfällig sein aber eine Kultur, die nur einen Ausdruck hat, finde ich

00:35:12: langweilig.

00:35:12: Ja und nun haben wir in der Sexualität, in der Partnerschaft haben wir im typischen Falle ein Gegenüber von zwei Polen.

00:35:20: In der Heterosexualität sind das Mann und Frau und auch in homosexuellen Beziehungen gibt es gegen Pole.

00:35:28: Jetzt habe ich mich schon als junger Mensch gefragt, warum überhaupt Sexualität gibt.

00:35:35: Mein Vater war Biologis von ein paar Jahren gestorben in der Grundlagenforschung Und ich glaube, die Frage hat ihm auch gefallen.

00:35:42: Ich bin also mit Davidens' Evolutionstheorie aufgewachsen und habe mich natürlich gefragt, warum?

00:35:49: die Evolution ist doch sonst so ökonomisch?

00:35:53: Die versucht Aufwand zu vermeiden – es geht da um Fortpflanzung, um Überleben des Individuums und des Kollektivs oder der Spezies.

00:36:02: Warum bringt sie diesen verdammt großen Aufwand der Sexualität Diese Aufschwaltung?

00:36:08: in zwei Phänotypen nennt man das ein weiblichen, einen männlichen.

00:36:12: Und der Hintergrund davon und das habe ich erst in den letzten fünfzehn Jahren so richtig verstanden ist die Erzeugung von Vielfalt.

00:36:22: also Die Nachkommenschaft wäre doch so viel leichter wenn Frauen Kinder kriegen könnten Männer Kinder kriegen können.

00:36:28: diese ganze Aufwand Der Partnersucher des Ballstanzes der Beziehungskonflikte die wir doch alle kennen mein Gott Und oft geht es dann schief.

00:36:37: und wenn man zum Beispiel im Sexakt vereinigt ist, also Predaturen, Beutetiere können einen doch viel leichter fressen und finden.

00:36:45: Es ist doch ein Überlebensnachteil diese ganze verdammte Sexualität.

00:36:50: aber der Mega-Vorteil ist die Erzeugung von Vielfalt und deswegen haben gibt es Sexualität seit mehr als eine Milliarde Jahren.

00:36:59: Ist bei den Eukaryoten im Urmeer schon entstanden und hat sich als vorteilhaft bewiesen.

00:37:05: Bei mehr als neunundneinzig Prozent aller Spezies ist die Fortflatzung eine sexuelle.

00:37:11: Trotz dieses großen Aufwandes bei der Vorteil der Diversitätserzeugung, also der Vielfalt so riesengroß es.

00:37:20: und jetzt gleich noch ein paar Gründe.

00:37:22: du willst weiter fragen?

00:37:26: Wer der Gründe sind, dass bei Umweltveränderungen wie es im krassesten Fall Pandemien sind zum Beispiel.

00:37:34: Da gibt es wenn die Vielfalt groß ist immer irgendwer da überlebt und wenn's nur einen Typus gibt dann ist er weg vom Fenster.

00:37:43: Der ist dann tot Wenn der Pilz oder die Pandemie oder der Virus oder die Pest Die ganze Spezies Abserviert.

00:37:54: ja vom Paket der Evolution.

00:37:57: Ja, du hast jetzt schon mal einen wunderbaren schönen Überblick gegeben das es für das biologische Weiterleben unserer Speziesmensch oder überhaupt auch der Tierwelt wichtig ist dass es eben Vielfalt, Artenvielfalt gibt.

00:38:13: Das ist schon einfach wahrscheinlich der Hauptgrund warum Vielfald eben wichtig ist.

00:38:19: Aber mich interessiert trotzdem noch, weil du hast das Thema vorgeschlagen.

00:38:23: Vielfalt hat ja viele Facetten.

00:38:25: Ja?

00:38:25: Vielfält klar verschiedene Geschlechtermann-Frau Fortpflanzung aber vielfalt heißt eben auch vielfältige Ideen zu haben zum Beispiel auch in der Partnerschaft.

00:38:37: wie sollte eine Partnerschaft gelebt werden?

00:38:39: in der Politik?

00:38:40: gab es denn ein persönliches Erlebnis dass das Gefühl hast jemand will dich vielleicht Kann dich nicht sein lassen oder du hast vielleicht auch an dir selbst gemerkt, dass jemand so anders ist als du.

00:38:52: Dass es eben trotz deines spirituellen Hintergrunds du das Gefühl hast.

00:38:56: jetzt fällt's mir aber schwer liebevoll zu bleiben.

00:39:00: Also dieses Thema und auch die Herausforderung, die es stellt begleitet mich schon immer.

00:39:05: Es ist jetzt gibt es nicht ein Ereignis das da besonders stark gewesen wäre vielleicht die Tendenz.

00:39:10: ich bin jetzt politisch aktiv auch im Sinne der Friedensbewegungen und dann merke ich was für Klüfte es in der Gesellschaft gibt.

00:39:17: also Verschiedenheit Menschen die sich nicht verstehen nicht verstehen wollen.

00:39:21: Da gibt's also auch einerseits wird Diversität und Vielfalt gepredigt Und andererseits kann man die Andersartigkeit an gar nicht ab.

00:39:29: Ja, also da begegnet mir Diversität und die Schwierigkeit... Lass

00:39:34: uns dabei bleiben!

00:39:35: Genau bei dem Punkt den du gesagt hast.

00:39:37: Und dann gibt es einen Punkt wo du sagst Da kann ich dir anders Artigkeit gar nicht Abhaben Du bist ja eigentlich ein sehr toleranter Mensch Aber auch bei dir gibt das eben Grenzen.

00:39:48: Andere Menschen haben vielleicht schon viel früher Grenzen.

00:39:51: Was machst du denn in dem Moment wo du das Gefühl hast?

00:39:54: Da denkt jemand ganz anders als ich.

00:39:58: Was machst du dann, um trotzdem in der Lübe bladen zu können?

00:40:03: Einatmen.

00:40:07: Also das ist für mich jetzt nicht so schwierig.

00:40:10: Ich gestaune die, die nicht miteinander können weil ich eher so ein versöhnlicher Typ bin.

00:40:16: Ich kann dann mit beiden Seiten selbst ganz krasse Gegensätze gibt.

00:40:20: Ich kenne meine innere Vielfalt und ich weiß nichts menschliches.

00:40:23: Es ist mir fremd.

00:40:24: Das alles habe auch in mir.

00:40:26: Und dann kann ich manchmal schreckig auch wie krass gewaltbereit irgendjemand isst muss ich mal tief durchatmen.

00:40:36: und wenn ich jetzt nicht physisch eingegriffen werde, sondern verbal dann kann ich ganz gut damit umgehen.

00:40:42: Und physische Angriff kommt zum Glück nicht so oft vor.

00:40:47: Ja, ja kommt zum glück nicht so often vor aber er kommt zb bei anderen Teil unserer Bevölkerung durchaus vor.

00:40:58: Also, zum Beispiel wenn du eine andere sexuelle Orientierung hast und dich eben auch zeigst.

00:41:05: Vielleicht auch in deiner Transsexualität In manchen Teilen von Deutschland ist es dann vielleicht wirklich gefährlich so zu sein.

00:41:14: Und wie geht man damit um?

00:41:17: Denn andere einem nicht sein lassen können

00:41:21: Einatmen, Ausatmen entspannen und die Diversität, die wir ja in uns auch haben im Außenwelt-Innenwelt und Außenwelt angucken.

00:41:32: Und zum Thema Transsexualität, Diversitet heutzutage ist es ja in einigen Kulturen auch bei uns üblich geworden weil wenn man Fragebogen ausfällt muss man nicht männlich weiblich eintragen sondern als dritte Möglichkeit divers.

00:41:48: Das ist ein Trend, den es gibt seit zwanzig dreißig Jahren vielleicht noch ein bisschen kürzer.

00:41:55: Ich habe nochmal nachgeschlagen.

00:41:56: tatsächlich ist die Akzeptanz der nicht entweder männlich weiblichen also der heteronormativen Kultur in Südasien viel früher legalisiert, legitimisiert worden interessanterweise und sogar im islamischen pakistan was ansonsten eine ziemlich rückwärtsgewandte konservatäre die Rechtsprechung hat.

00:42:21: Aber da ist der sogenannte freie, moderne Westen nachgehängt und man kann noch früher reingucken in die indische Geschichte, denn die Hitzrasse sind Indien, das sind die Quiren in Indien.

00:42:35: Die sind schon im Kama Sutra erwähnt worden, zweihundert Nachkristi und ich habe in meiner Sonderhälfte über Indien einen speziellen Artikel über den Hitzrass verhebentlicht.

00:42:47: Das war damals dort noch keiner sich mit Trends beschäftigt Mitte der neunziger Jahre.

00:42:51: Aber das ist eine tiefe religiöse Kultur, die sind die nicht heteronormativen ja?

00:42:58: Die am Rande der Gesellschaft fast wie die Schutras, die Kastenlosen existiert haben, sexuelle Dienstleistungen erbracht haben sich verkleidet hatten magische Prozessoren bei Hochzeiten, bei Jubiläen vollzogen haben.

00:43:10: also sie hatten Sinn für die ganze Gesellschaft waren aber ausgegrenzt so wie die Zugeinheit, wie die Schwulen bei uns oft damals noch.

00:43:18: Und jetzt sind die legitimisiert und legalisiert worden.

00:43:22: Natürlich noch nicht von allen, aber da war Südasien Vorreiter.

00:43:27: Das ist eine spirituelle Kultur.

00:43:29: Die haben ihre eigenen Götter gestalten.

00:43:30: Nicht

00:43:32: interessiert?

00:43:36: um einfach ganz praktisch zu sein?

00:43:38: Wir können über Politik reden und das ist auch wichtig Aber es ist oft auch einfach so ein bisschen theoretisch.

00:43:46: Wie sieht's ganz praktisch aus in der Beziehung?

00:43:49: Da kommt es ja alltäglich vor, dass da sehr unterschiedliche Erwartungen aufeinanderprallen.

00:43:57: Der eine hat die Vorstellung er möchte gerne mehr Freiheit haben, möchte was weiß ich sich mit Kumpels treffen... dreimal die Woche und der andere Teil der Beziehung möchte vielleicht doch lieber mehr Heimlichkeit haben gemeinsam auf dem Sofa Netflix schauen.

00:44:18: Und das sind zwar sehr unterschiedliche Vorstellungen von Beziehungen treffen aufeinander, wie kann man damit umgehen?

00:44:25: Wie ja einatmen ausatmen ist schon mal gut.

00:44:30: Ist immer gut zu atmen!

00:44:32: Wie kann man da auf einen Konsens kommen?

00:44:34: oder Oder sollte man sich trennen?

00:44:38: Wäre man so unterschiedlich?

00:44:39: Wenn er nicht, also es gibt auch Gründe wo eine Trennung angesagt ist aber in der Regel nicht.

00:44:46: Also mein geistiges oder philosophisches oder spirituelles Konzept ist davon ich bin auch du wie sie in den Upanishaden sagen tat warm assi.

00:44:59: auch das bin ich.

00:45:01: und wenn das Partner zueinander sagen können wirklich fühlen können Also unsere Alltagsprechweise dazu, ich nehme dich in mein Herz auf.

00:45:10: Mein Herz ist mein Identitätsraum!

00:45:13: mein Ich, den Däne ich aus und dann bist du da drin.

00:45:17: Alles was du äußerst das bin ich dann

00:45:20: auch.".

00:45:20: Und dann ist diese Trennung des was man eben psychisch das Othering nennt.

00:45:26: Man braucht einen psychischen Aufwand um den anderen erst zu einem anderen zu machen weil die einfache kindliche Art wäre... Was ich erlebe da draußen in der Welt ist auch meine Innenwelt dass bin auch ich.

00:45:40: Und wenn dieses Gefühl da ist, das kann man auch als geistige Praxis üben.

00:45:44: Das nenne ich dann irgendwie geistiges Yoga oder so Ich-Identitätsausdehnung.

00:45:50: Aber man kann auch sagen einfach Auch dass bin ich Nichts menschliches Ist mir fremd und dann entstehen keine Partnerschaftskonflikte mehr.

00:46:03: Das finde ich ein sehr interessantes Konzept.

00:46:07: Obwohl, ich glaube für die meisten Menschen ist es doch vielleicht noch ein bisschen fremder.

00:46:12: Weil man muss schon geübt sein sich eben auch mit Meditation auskennen und auch mit den Gedanken dass wir eben alles eins sind was ich einen tollen Gedanken finde weil das ja auch der Gedanke von Tantra Dass wir alle letztendlich miteinander verbunden sind.

00:46:28: Das was ich dir an tue, tue ich eigentlich auch mir selbst an.

00:46:31: Ich glaube wenn Menschen diese Bewusstheit verinnerlicht hätte dann gibt es keine Kriege mehr, dann wären wir wirklich in einem paradiesischen Zustand.

00:46:42: Und anfangen können wir und müssen natürlich in der Beziehung mit uns.

00:46:47: Was mir in dem Zusammenhang einfällt?

00:46:50: Ja du wolltest gerade was sagen, sag mal.

00:46:53: Ich sage zudem Wir sind alles eins ja aber nicht ein Brei.

00:47:00: also da kommen die Unterschiede dann rein.

00:47:02: und das sind wir beim Thema Diversität Du und ich, wir sind eins.

00:47:08: Und wir sind doch verschieden.

00:47:10: Und es ist logisch nicht nachzuvollziehen.

00:47:14: Das kann man nur durch Herzöffnung oder durch diese Tatvamassi geistige Praxis des den anderen das andere in sich aufzunehmen und die Außenwelt als Innenwelt zu erkennen.

00:47:29: Es ist logischer, es nicht hinzukriegen Wenn man ein scharfer Denker ist, man bemüht sich so.

00:47:35: Es geht nicht und es gibt auch schöne Beispiele dazu.

00:47:40: also ich gehe jetzt doch mal wieder ins Historische weil unsere moderne Gesellschaft begann in Europa quasi mit der französischen Revolution.

00:47:48: Und auch diese Links-und Rechtsunterscheidung die saßen im Paläland links dadurch ist Die linke entstanden und auf der anderen Seite saßen sie rechts die konservativen.

00:47:57: Und da die Liberté, Egalité, Fraternité war ja so der Slogan der französischen Revolution.

00:48:05: Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit.

00:48:08: und zum Thema Egalität Frauen und Männer sind gleich.

00:48:12: Hier ist es auch, dass Frauen dürfen doch auch wählen und sie sind genauso wichtig in der Politik.

00:48:17: Da gab's einen Einwand und er heißt, aber es gibt einem kleinen Unterschied und der ganze Saal hat gejubelt, wie gut dass es diesen kleinen Unterschied zwischen männlichem und weiblichen gibt.

00:48:34: Und das mit Humor zu verstehen, dass wir zwar alle eins sind, Anima, Animus, Frau-und Mann Beziehungskonflikte ohne Ende.

00:48:45: und trotzdem wenn wir einander ins Herz aufnehmen und uns selbst im anderen erkennen dann ist der Unterschied spannend, erotisch, attraktiv.

00:48:57: Dann kann man Musik machen damit und es kommt nicht zu Konflikten außer Konfligten die irgendwie interessant und spannend und erotische sind.

00:49:06: Ja genau!

00:49:06: Geflikte, Polarität führt auch zur erotischen Froyal.

00:49:10: Das darf man ja auch nicht vergessen.

00:49:13: Wie fällt in den Zusammenhang?

00:49:16: Ein Buch ein, das Moment sehr gehypt wird.

00:49:18: Hast du vielleicht auch schon gehört oder gelesen?

00:49:21: Let them by Mel Robbins.

00:49:24: Noch nicht mehr?

00:49:25: Es ist immer ein sehr aktuellen Moment weil da geht es genau um dieses Thema.

00:49:30: wie gehe ich damit um wenn jemand ganz anders handelt oder denkt als ich?

00:49:38: Die Autorin hatte nämlich genau diese Erfahrung gemacht dass sie sich ständig aufgeregt hat über andere Und sie hat das Buch mit ihrer Tochter geschrieben.

00:49:49: und in dem Augenblick, wo sie gesagt hat, let them.

00:49:52: Lass die doch machen!

00:49:53: Die haben das Recht dazu anders zu sein.

00:49:56: Hat sie sich entspannt?

00:49:58: Auf einmal war der Konflikt weg.

00:50:00: In diesem Buch gibt es eigentlich zwei Aspekte.

00:50:03: zum einen den Aspekt let them.

00:50:06: jeder

00:50:06: hat das recht auch wenn's mir entgegen meinen Vorstellungen entspricht das zu tun was er möchte.

00:50:13: Aber das Zweite heißt eben auch let me, also auch Kretzen zu ziehen.

00:50:19: Wenn die Andersartigkeit meine eigene Freiheit bedroht und ich glaube auch dass ist eben ein ganz ganz wichtiger Aspekt eben auch Kretschen zu ziehen.

00:50:32: Und da sind wir bei Beziehungen klar Jeder hat das Recht so zu sein wie er will und er darf es auch.

00:50:40: aber Wenn es dem widerspricht, was mein Zufriedenheitsgefühl, mein Lebensgefühl ausmacht.

00:50:48: Dann ist es doch auch wichtig, Grenzen zu ziehen oder vielleicht sogar zu sagen Das passt nicht zu mir.

00:50:55: Ich muss mich herausnehmen aus der Beziehung.

00:50:58: Wie siehst du das?

00:51:01: Rote Linien zu ziehen ist eminent wichtig Im privaten, im kollektiven, im gesellschaftlichen in der Politik.

00:51:10: Man muss das akzeptieren und es ist im Grunde die Akzeptanz der Diversität Also den anderen zu lassen, die laisse-faire Haltung.

00:51:19: Ich lasse dich so sein wie du bist.

00:51:21: aber was ist wenn du ein Revolver in die Hand nimmst und anfängst als Attentäter um dich zu schießen?

00:51:27: Dann ist meine rote Linie erreicht, mein Gewissen.

00:51:30: nicht nur dass ich sagen das kann ich als psychischen Charakter und so weiter.

00:51:35: Das geht mir jetzt zu weit es geht mir ethisch zu weit Weil das eine Gewaltanwendung ist und die unterstütze ich nicht.

00:51:42: Und dann werde ich dir eingreifen, und dir den Revolver wegnehmen wenn ich denn kann.

00:51:47: Also es gibt rote Linien!

00:51:49: Das ist der Gegenpol zur Einheit.

00:51:51: Spannend

00:51:56: finde ich auch bei unserem Thema dass der Trend in der Gesellschaft auch der Schönheitstrend ja dahin geht gleich zu sein.

00:52:06: Wenn du bei Instagram schaust Jeder will die gleiche Nase haben, eine gleiche Gesichtszüge.

00:52:12: Teilweise kaum mehr auseinander zu halten.

00:52:15: Warum möchten Menschen eigentlich so sein wie alle anderen?

00:52:18: Warum ist das Moment so ein Trend?

00:52:21: Nicht erst im Moment!

00:52:24: Also die Anpassung natürlich für unsere Psyche gekommen ist in der Steinzeit entstanden und da waren wir in einem Stamm von maximal hundertfünfzig Teilnehmern, die wir alle kannten.

00:52:34: Und was die Nachbarn und anderen Stammesmitgliedern sagten, hat eine große Rolle gespielt.

00:52:39: Auch heute ist es noch so... Was würden die Nachbar sagen wenn ich jetzt vor offenen Fenster mich nackt ausziehe?

00:52:48: Das ist dieser Anpassungsdrang, den haben wir.

00:52:52: Er hat auch Vorteile.

00:52:54: also dass wir alle beide rot an der Ampel erhalten hat definitiv Vorteile.

00:52:59: Und gut, dass jetzt Nisten also freie Körperkultur camp separat sein müssen.

00:53:06: Das berücksichtigt die, die mit Nackteid nicht so gut umgehen können.

00:53:11: Also, aber jedenfalls wir sind anpassungsfähige Wesen.

00:53:16: Aber diesen Trend zu überanpassung also gut angepasst zu sein an eine kranke Gesellschaft ist kein Zeichen von Gesundheit.

00:53:25: Das ist so ein schöner Spruch von Situ Christiana Moti als Wir brauchen auch die Fächer zur Rebellion zum Zivilcourage zu sagen.

00:53:33: So nicht das lasse ich mit mir machen in der Partnerschaft aber auch im politischen Kollektiv.

00:53:40: Ja, finde ich jetzt sehr spannend was du sagst.

00:53:42: Dass es auch das überlebensnotwendig ist sich nämlich anzupassen ja auch eben vielleicht nicht aufzufallen weil man vielleicht sonst Angst haben muss dass einem etwas passiert dass man ausgesondert wird aus der Gesellschaft und früher in kleineren Gemeinschaften da gab's vielleicht auch nicht so viele Wahl Man musste um zu überleben eben Teil dieser Gemeinschaft sein.

00:54:08: Das finde ich auch sehr, sehr wichtigen Aspekt den du gesagt hast und dass es eben auch Mut braucht, eben divers zu sein, zu sagen Ich bin eben anders!

00:54:21: Ich habe eine andere Körperform oder anderes aussehen und feiere das und sehe anders aus.

00:54:27: also es braucht Mut zur Diversität.

00:54:32: Und wenn wir die Vielfalt im anderen akzeptieren können, dann brauchen wir vielleicht nicht so oft die Beziehung zu wechseln.

00:54:42: Es gibt ja solche und solche Beziehungsformen – und die einen war katholisch einmal und für immer.

00:54:49: Da ist es ein Beziehungenstherapeut mit dem ich befreundet bin hat gesagt das Armefi-Konzept hat sich nicht bewährt alles mit einem für immer weil kein Partner kann einfach bis das der Tod uns scheidet, alle die Bedürfnisse, die ich an eine Partnerschaft habe erfüllen.

00:55:07: Aber wenn wir selber uns trauen selbst uns divers also vielfältig auszudrücken Also Persönlichkeitsanteile wo man erst sagt Das darf ich meinem Partner nicht zeigen sondern doch Ich zeige ihm meinen Trauer meine Wut Freude, meine ganze Vielfalt.

00:55:26: Dann braucht der Partner vielleicht nicht so sehr einen anderen zu suchen mit dem er auch das erleben kann sondern kann es alles mit mir erleben.

00:55:33: Auch das hat natürlich Grenzen.

00:55:35: aber wenn ich in dir Göttin die große Vielfaltung der Möglichkeit eine Frau zu sein erleben können ja dann brauche ich doch nicht weiterzusuchen und dann habe ich's schon in dir.

00:55:51: Ja, das ist ein sehr reifes weise Form Beziehung zu sehen.

00:55:59: Und es braucht natürlich diese Mut-Zivilcarrage auf den Mut im Partner gegenüber nicht dass dann meine Freundin sagt so kenne ich dich ja gar nicht!

00:56:11: Das ist jetzt nicht mehr der Sugata die ich damals kennengelernt habe.

00:56:16: Ja dann lern mich bitte so kennen, weil auch das bin ich.

00:56:20: Also dann zeige ich mich liebevoll und auch subtil vorsichtig.

00:56:26: ja meine Partnerin will ich ja nicht überfordern aber dann zeig ich Teile von mir die da auch sich ausdrücken wollen und dann kann die Beziehung so befreudevoll so abwechslungsreich sein Und dann können wir gemeinsam persönlich wachsen, weil wir sind ja in einem ständigen Veränderungsprozess jeder Mensch.

00:56:46: Wir sind auf einer Heldenreise, wir sind nicht mehr dieselben die wir gestern waren und wenn wir die Impulse, die vom Partner kommen auch in Konflikten als im Anstöße nehmen können einen Entwicklungsschritt zu machen über eine Schwelle hinaus.

00:56:59: Dann kann ein paar Gemeinsamwachsen verschieden, jeder für sich und doch irgendwie gemeinsam.

00:57:09: Das ist eine sehr schöne Vorstellung von Beziehung.

00:57:12: Aber das setzt auch voraus, dass beide Partner eine gewisse Bewusstheit haben und dass sie beide aneinander wachsen wollen.

00:57:20: Und ich glaube, das ist die Grenze!

00:57:22: Wenn der eine das nicht will dann wird es schwierig in der Beziehungen.

00:57:26: Du hast was sehr Schönes eben auch gesagt nämlich sich auch

00:57:30: zu zeigen

00:57:31: in der Unterschiedlichkeit.

00:57:33: Und das ist etwas, was gerade in langjährigen Partnerschaften schwierig wird weil der eine vielleicht dann Angst hat wenn ich meiner Partnerin oder mein Partner zeige welche neuen Ideen ich vielleicht habe sei es auch in der Sexualität vielleicht mal was Neues ausprobieren Dann überfordere ich vielleicht die andere oder den anderen und deshalb schweigt man und dann trifft man immer mehr auseinander dann verliert man die Intimität miteinander.

00:58:00: Und von daher finde ich das sehr schön, was du gesagt hast den Mut zu haben sich eben auch in den neuen Facetten zu zeigen.

00:58:07: Denn so wie wir vor einem Jahr waren, vor zehn Jahren waren es so sindwändig mal und ist ja auch gut so.

00:58:13: Das macht ja auch das Leben spannend und auch die Beziehung

00:58:16: spannend.

00:58:18: Wir müssen uns zeigen umgesehen

00:58:22: zu werden.

00:58:25: Was würdest du zum Beispiel ein paar jetzt eben auch raten?

00:58:30: Wie können sie sich zeigen ohne Angst haben zu müssen, sich zu überfordern gegenseitig.

00:58:36: Erst mal sprechen.

00:58:38: Let's talk about sex!

00:58:39: Let's Talk About Our Relationship.

00:58:42: Let´s Talk About My Fear.

00:58:44: Ich sage es jetzt auf Englisch mal.

00:58:45: Es ist manchmal leichter die Sprache auch zu wechseln um Scham zu überwinden also... Authentische Kommunikation nennt man das halt unter den jungen Leuten.

00:58:56: Authentic Relating sagen die, da sind wir ganz scharf drauf.

00:58:59: Vertical Honesty!

00:59:01: Vertical honesty, genau einfach mal alles sagen wenn ich Angst habe, sagen dass sich Angst hat, wenn ich was mich nicht traue... Ich trau mich nicht oder ich möchte dir gerne etwas sagen aber heute traue ich mich noch nicht Und vielleicht muss ich mir einen Schluck Bier nehmen oder Wild tanzen und dann geht's.

00:59:21: Aber wenn mich das ausspreche, dann weiß sich der andere Herr Tscheu, der hat Scham, er hat Befürchtungen... ...und dann kann man gegenseitig was machen.

00:59:30: Du darfst von mir alles sagen!

00:59:32: Ich werde nicht alles tun, was du dir vielleicht wünschst.

00:59:34: Natürlich habe auch meine Grenzen aber bitte sag mir

00:59:38: alles!".

00:59:39: Dann öffnen sich ganz viele Türen.

00:59:42: Und wenn es gar nicht geht und er sagt ja, du wenn einer in der langen Partnerschaft plötzlich sagt Ja aber eigentlich bin ich schwul oder lesbisch.

00:59:50: Und dann kommt er oder sie raus damit und da muss man halt entscheiden können wir trotzdem zusammen bleiben verheiratet in der Partie und vielleicht haben wir Kinder Oder müssen wir das trennen?

01:00:01: Es gibt Situation eine Trennung angesagt ist einfach weil die Seele will sich ausdrücken will leben und der Anfang Mit dem Sprechen Radical Honesty Authentic Relating.

01:00:15: So viel!

01:00:16: Genau, genau.

01:00:20: Wofür natürlich viele Partner Angst haben oder Partnerin ist.

01:00:24: wenn der eine sagt wir müssen reden dann gehen ja schon alle Alarm

01:00:29: drüber.

01:00:30: Was hat er jetzt wieder?

01:00:33: Dann hat man ja

01:00:33: Angst.

01:00:34: Da ist ja schon so ein Widerstand da.

01:00:36: also von daher sage ich mein Klientin oder klienten immer, dass es schön ist das was du gesagt hast die kommunikation zu ritualisieren als etwas regelmäßiges einzubauen vielleicht einmal die woche dass man sich zeit nimmt wo jeder zehn minuten einfach reden darf alles was ihm auf dem herzen liegt und dann zehn Minuten der andere ohne sich zu unterbrechen ohne so bewerten sondern einfach nur mal reden und zuhören und mehr nicht.

01:01:09: Zwiesprache nach Michael Lukas Möller.

01:01:11: Du hast es gerade erwähnt, ein Wundermittel.

01:01:16: Das ist die Zwiessprache nach Mikael Lukas Müller.

01:01:19: Die gilt als die erfolgreichste Paar- beziehungspflegeerhalt Methode überhaupt in der Psychologie, in der Partnerschaft.

01:01:29: Zehn Minuten rede ich und greife dich nicht an.

01:01:32: Dabei rede nur meine Gefühle, die ich in Bezug speziell auf dich habe, dann bist du dran zehn Minuten und du antwortest nicht auch wenn irgendwas dich provoziert hat in meiner Rede sondern sprichst nur über deine Gefühlen und es geht dreimal hin und her, sechzig Minuten und dann wird am selben Tag nicht mehr über das Erlebte

01:01:50: gesprochen.".

01:01:52: Wunderbar!

01:01:53: Sehr schön.

01:01:54: Man kann es auch auf neunzig Minuten ausdehnen, dann hatte jeder fünfzehn Minuten Zeit zu reden.

01:01:59: Und da lernt man auch in zehn Minuten, fünfzeh Minuten nur über sich zu reden und dem anderen der macht dann auch kein ruhiges Gesicht.

01:02:08: Sondern er kommentiert nicht mit Gesicht aus Druck sondern hört einfach still zu und das ist so wohltuend!

01:02:18: Das hast du sehr schön gesagt, lieber Sugata.

01:02:20: Das ist jetzt ein wunderbarer Abschluss finde ich auch von unserem Gespräch reden und zuhören.

01:02:29: Ich glaube das es der Beginn um sich gegenseitig zu verstehen anzunähern und in Liebe miteinander auch in der Unterschiedlichkeit sein zu können.

01:02:43: Ich möchte ihm noch was hinzufügen.

01:02:45: Das kann man in unserem Sprech gesagt, ja aber das ist für Leute die weiß ich so spirituell entwickelt sind oder Achtsamkeitspraktis und da müssen sie uns so viele Jahre meditiert haben?

01:02:55: Nein!

01:02:56: Achtsammkeit ist tatsächlich des A und O. Es einfach der Selbstgewahr sein wenn ich etwas tue, wenn nicht etwas sage mir bewusst zu sein dass sich etwas gerade tu und etwas sage und wenn ich dem anderen Vorwürfe mache zu wissen dass ich die Vorwörfe machen.

01:03:10: Da führt kein Weg.

01:03:12: von dieser Grund, dieses Bewusstsein der Achtsamkeit da ist.

01:03:19: Dann kann man alle Beziehungskonflikte wuppen.

01:03:23: Sehr schön, lieber Sogarter!

01:03:26: Wir sind jetzt schon... Ich könnte wie immer eh nicht mit dir weiterreden.

01:03:30: wir müssen bald wieder

01:03:31: ein Podcast machen.

01:03:33: Ja ich

01:03:34: danke dir für dieses spannende schöne Gespräch und an unsere Zuschauer und Zuhörer Wolfsogata Schneider gibt spannende Seminare.

01:03:44: Ich werde seine Kontaktdaten in den Show Notes veröffentlichen und ihr dürft auch gerne bei mir auf die Webseite schauen www.christinejansom.de Und ich freue mich, wenn Ihr wieder dabei seid beim nächsten Mal und wünsche Euch eine tolle Woche!

01:04:00: Und Dir natürlich auch lieber Sogata!

01:04:03: Tschüss!

01:04:04: Danke dir Christine und bis zum nächsten mal!

01:04:06: Bis

01:04:06: zum nächsten Mal.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.