Folge 68: Wenn der Kopf nicht abschalten kann - Vom Denken zurück ins Fühlen

Shownotes

Kennst du das Gefühl, ständig alles verstehen, analysieren und kontrollieren zu wollen – und dabei den Kontakt zu deinem Körper zu verlieren?

In dieser Folge von** TANTRA TO GO **spreche ich mit Hugo (der in Wirklichkeit anders heißt) über das Verkopftsein und seine Erfahrungen mit Tantra. Wir fragen uns, warum es gerade vielen Männern schwerfällt, Gefühle wahrzunehmen, sich verletzlich zu zeigen und wirklich loszulassen. Und wir sprechen darüber, was passieren kann, wenn wir für einen Moment aufhören, nachzudenken – und beginnen, unseren Körper wieder zu spüren.

Ein ehrliches Gespräch über Gedankenkarusselle, Körperbewusstsein, emotionale Offenheit und den Weg vom Kopf ins Herz. Denn Tantra beginnt nicht dort, wo wir etwas leisten müssen. Es beginnt dort, wo wir uns erlauben, wirklich da zu sein.

ZEIT FÜR LIEBE - Christine Janson ist Buchautorin und Intimitätscoach. Sie begleitet Frauen und Paare dabei, Lust, Nähe und emotionale Tiefe wirklich zu leben. Wenn du tiefer gehen möchtest, findest du alle Infos zu ihren Coachings und Kursen unter www.christinejanson.de

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo

00:00:00: und herzlich willkommen!

00:00:02: Ich bin Christine Jansson, ich bin Tantra-Lehrerin Buchautorin.

00:00:07: Und

00:00:07: ich begrüße dich zu meinem heutigen Podcast von Tantratuggo.

00:00:12: Ich habe einen ganz spannenden Studiogeist eingeladen – und zwar den Hugo.

00:00:17: Herzlich Willkommen, Hugo!

00:00:20: Hugo heißt in Wirklichkeit ein bisschen anders aber heute bist du Hugo?

00:00:25: Heute bin ich Hugo Und wir haben uns ein Thema ausgesucht, das ich finde dass sehr viele Menschen sich wahrscheinlich damit identifizieren können.

00:00:38: Und zwar wie kann man vom Kopf in den Körper gehen?

00:00:44: Also die Kopflastigkeit unserer Gesellschaft.

00:00:48: Wir meinen immer funktionieren zu müssen im Beruf auch schon in der

00:00:55: Schule.

00:00:56: Also viele, viele Menschen sind sehr im Kopf.

00:01:01: Sind sie brillant?

00:01:02: Gerade auch in unserem Kulturkreis sind ja nun gerade auch die Kulturkreise der Denker aber oftmals fehlt etwas nämlich die Verbindung zum Körper auch zu den Emotionen und das ist natürlich ein spannendes Thema in Tantra.

00:01:21: Und Hugo, ich hab mich riesig gefreut.

00:01:24: Du bist mit deiner Partnerin an Tantra Kurs gekommen von mir.

00:01:27: so haben wir uns kennengelernt und dann hast du dieses Thema vorgeschlagen und das fand ich sehr, sehr spannend.

00:01:34: Wie ist es für dich?

00:01:35: Hast du die Tendenz oft im Kopf zu sein

00:01:39: in deinem Leben?

00:01:40: Ja also ich glaube dass... Ich hatte jetzt schon mein Leben lang.

00:01:46: irgendwo macht das mich auch aus irgendwo sehe ich das aber als Fluch und ein Segen.

00:01:55: Ja, also ich glaube im Kopf zu sein ist bei mir eher so dieser Default sozusagen.

00:02:06: Ich gehe jetzt mal davon auch aus dass wir alle sehr im Kopf sind und teilweise uns auch die nicht unbedingt die Mitte beigebracht werden, aus dem Kopf zu kommen und ich weiß es nicht.

00:02:32: Bei mir persönlich hatte ich gemerkt dass es insofern so extrem wurde das ich teilweise die Zeit verliere Sachen gar nicht mehr wirklich aufnehme.

00:02:50: Das wollte ich mich jetzt gerade fragen woran merkt man eigentlich?

00:02:56: Moment sehr verkopft.

00:02:57: Woran merkt

00:02:58: man das?

00:03:00: Ich glaube in erster Linie, wenn wir dann anfangen ein bisschen zu reflektieren was gerade passiert ist, ob es jetzt in den letzten paar Sekunden, paar Minuten oder paar Stunden passiert ist und man merkt ich habe das gar nicht so wahrgenommen Oder auch in Tätigkeiten wo man aktiv sich auf dem Körper einlassen muss Und da einer innerliche Diskrepanz gerade spielt weil man sich irgendwie gerade nicht darauf einlassen kann

00:03:26: Ja

00:03:27: Ähm...

00:03:28: Zum Beispiel, wo hast du zum Beispiel gemerkt?

00:03:31: Okay.

00:03:33: Gedankenkarussell!

00:03:34: Ich bin in Gedanken irgendwo anders.

00:03:37: aber eigentlich erfordert die Situation von mir dass ich vielleicht meinen Körper spüre und vielleicht auch meine Emotionen spüre.

00:03:46: Gab's solche Situationen

00:03:47: bei dir?

00:03:48: Ja, ich glaub so einen Alltäglichen Mit denen sich wahrscheinlich auch viele mit ihren Vizinkönnen ist so, das Nichts machen.

00:04:00: Einfach mal zu sitzen Dann fängt es an zu rattern und ich glaube vielen fällt es auch schwer Und mir persönlich Fällt es dann auch schwer wirklich nichts zu machen Sich wohl dabei fühlen nicht zu machen.

00:04:16: Irgendwie kommt man wieder in einen Tatentrang rein.

00:04:19: Oder selbst wenn man da sitzt fängt man viel im Konjunktiv zu denken an die Vergangenheit und an die Zukunft.

00:04:28: Und dann fängt es an zu planen, auch wenn man eine nebensächtliche Nebensächliche Tätigkeit macht wie das Essen oder sowas.

00:04:38: Ja.

00:04:40: Man sieht sich nicht ablenkt, dass man mal nicht ein Film guckt oder sich im Gespräch verbirgt wird, sondern nur ist merkt man wahrscheinlich auch... Oder habe ich bei mir auch gemerkt bin dich dann noch gar nicht auf der eigentlichen Tätigkeit konzentriert und dann bin völlig woanders.

00:04:59: Und ja, man könnte sich jetzt fragen okay was ist das Problem?

00:05:07: Ich würde es nicht für alle reden aber bei mir habe ich einfach nur gemerkt dass ich da ständig irgendwie ständig so einen innerlichen Druck verspüre.

00:05:22: Ich finde du hast es sehr schön beschrieben Selbst beim Essen, wir denken an Dinge der Zukunft oder in der Vergangenheit.

00:05:30: Und das ist ja auch ein ganz zentrales Thema von vielen Bewusstseinswegen und auch Religionen Präsenz zu sein.

00:05:37: Auch im Tantra benutze ich oft auch im Unterricht das Wort Präsentsein sich selbst zu spüren.

00:05:43: Denn nur wenn du präsent bist!

00:05:46: Das kann man wunderschön trainieren zum Beispiel beim Essen.

00:05:49: Dass man sich ganz bewusst auf das Essen einlässt.

00:05:52: wie riecht mein Essen?

00:05:54: Wie fühlt sich's im Mund an?

00:05:57: Wie sieht es aus, also wirklich ganz bei der Sache zu sein.

00:06:01: Das so könnte man ganz banal ausdrücken und wenn wir das gelernt haben glaube ich nämlich bei der sache zu sein präsent sind egal was wir machen dann geht vieles in leben viel leichter

00:06:14: und

00:06:14: auch in beziehungsmäßig findet eine neue Intimität statt.

00:06:22: Hast du da auch Erfahrungen zum Beispiel, nicht präsent zu sein und wie du das verändern konntest in der Beziehung?

00:06:29: Ja also, sie ist im Kopf sein.

00:06:32: Das spielte sich, dass das schwappt sich hier auf allen Ebenen des Lebens irgendwie aus Und ich habe jetzt mal was eher so banales erwähnt wie das Sitzen oder das Essen aber natürlich es auch ein großes Thema bei mir auch, wenn es dann so körperliche Intimität geht.

00:06:53: Ich

00:06:53: habe ja auch Erfahrung gemacht, dass ich auch während des Aktes vielleicht im Kopf bin oder da vorher mit einer gewissen Erwartungshaltung rangehe oder währenddessen auch eine gewisse Erwartungshaltung habe der anderen Person gegenüber und anstatt mich einfach nur unvoreingenommen auf die Situation einzulassen Ja, da ist es halt auch spannend, weil sich das körperlich ausdrücken lässt dementsprechend.

00:07:32: Es ist ja

00:07:33: oft so

00:07:33: in der Sexualität, dass jeder Mensch hat einen Ablauf eine Routine.

00:07:39: Oft geht's darum, dass man denkt ich muss den anderen zum Höhepunkt bringen, ich muss mich zum Höhepunkt bringen Erraist zu Ende.

00:07:50: Wunderbarer Ausdrucker!

00:07:53: Das heißt, es wird ein Programm abgespult ... Der Körper kennt auch das Programm schon.

00:07:59: Dann denkt man vielleicht an die Steuererklärung, wie man noch machen muss.

00:08:04: Aber der Körper macht's fast von alleine aber es fühlt sich nicht so gut an oder?

00:08:11: Wie war deine Empfindung?

00:08:14: Ja also ist es irgendwie... Das hat immer wieder dieser Druck, der da ist.

00:08:21: Der

00:08:23: Druck ist ein sehr guter

00:08:25: Punkt!

00:08:31: Wenn man das mal ausspielt auf allen Ebenen, dass man immer wieder diesen Druck verspürt dann habe ich auch das Gefühl, dass es irgendwo ankommt und die Zeit vergeht und man kann's nicht greifen.

00:08:51: Ich habe halt bei mir gemerkt, okay das ist eine Sache die man irgendwie lernen muss weil es auch vielleicht auch kulturell bedingt ist und gerade hier.

00:08:59: Es ist halt nicht unbedingt so eine Tugend oder auch im Sprach gebrauchten Alltag.

00:09:07: Das ist jetzt nicht etwas... ...so viel sehr kultiviert wird.

00:09:14: Es wird darüber gesprochen immer mehr.

00:09:17: Mindfulness usw.. Aber ich habe das Gefühl, es hat alles immer so einen Zweck zu nutzen.

00:09:29: Und was mich dabei stört ist halt immer... Alles ist immer ein Art Race to the End.

00:09:34: Es egal, ob's in der Beziehung ist wenn es um Sex geht, wenn es im Beruf ist, wenn's um Sport geht, um Health also um die gesund eigene Gesundheit alles Mögliche oder auch sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, das immer so dieses Ziel zu erreichen und man nur auf sich des Ende konzentriert anstatt einfach den Moment so wahrzunehmen und so aufzunehmen.

00:10:11: Und dass es irgendwie Ja, und ich glaube das hat mich irgendwie mein Leben lang verfolgt.

00:10:16: Und irgendwie hat sich das in so einem Leidensdruck auch irgendwie manifestiert bei mir mit natürlich sehr klaren körperlichen Symptomartiken.

00:10:28: Ob man es jetzt Burnout nennt, Depression nennt oder so

00:10:33: immer...

00:10:34: Das ist die Manifestation dessen.

00:10:36: Und dann merkt man oh okay!

00:10:38: Ich muss jetzt aktiv angehen?

00:10:42: Was ja auch das mal widersprüchlich wirkt, weil es aktiv nichts tun, aktiv nichts denken.

00:10:48: Aber was ist eine aktive Sache?

00:10:50: Genau und der Leidensdruck bringt uns einfach dahin, dass wir das Gefühl haben so wie ich's bisher gemacht habe... funktioniert es nicht und macht mich nicht innerlich zufrieden oder glücklich.

00:11:02: Ich muss was Neues

00:11:03: ausprobieren.".

00:11:04: Und das war ja auch der Grund, warum ihr zum Beispiel Tantra ausprobierend wolltet?

00:11:08: Ja.

00:11:09: Magst du... nur wenn du willst!

00:11:11: Magst Du irgendwas erzählen?

00:11:12: Weil wir haben in dem Kurs auch so eine Massagetechnik gelernt, da vier Elemente also das Element Erde Wasserfeuer und das waren verschiedene Berührungsmöglichkeiten.

00:11:26: Wie war das?

00:11:27: Sich auf einmal zu konzentrieren, mal nur auf Berührung.

00:11:31: Wie war es für dich?

00:11:37: Es war mir nicht fremd!

00:11:41: Ich ging da jetzt auch nicht mit einer Erwartungshaltung, dass ich diese Erfahrung mache und eine Antwort

00:11:49: finde.

00:11:54: Mein Hintergrund ist auch, dass sich ja schon Jahre davor mich auch viel mit Meditation auseinandergesetzt habe, es auch praktiziert Und auch um es im Alltag integriere, gewisse Techniken auch zu praktizieren.

00:12:10: Ob's in ein paar Minuten sind oder zwei Stunden.

00:12:14: Ob das Atemübungen sind oder mal einfach nur zuhören und mich auf mein Umfeld einzulassen auditiv.

00:12:26: Daher glaube ich mich hineinzuversetzen in so einen Zustand fällt mir einfacher.

00:12:31: Auch wenn sie in Form von der Massage ist.

00:12:33: Aber was ich interessant fand, in der Erfahrung bei deinem Kurs war das... Ich trotzdem ... Es war immer so ein On-off.

00:12:49: Auch bei der Massage waren da drei Welten die abspielten.

00:12:55: Einmal okay!

00:12:56: Ich konntest nämlich nur rein auf das Taktile wie ich es empfinde?

00:13:03: dann kam die zweite Welt.

00:13:04: Oh, wie empfindet die andere Person das gerade?

00:13:07: Genau!

00:13:08: Dann kam die dritte Welt.

00:13:09: Wie soll ich mich verhalten damit ich der anderen Person ein Empfinden geben kann so wie ich es mir auch wünsche?

00:13:19: und dann ging's halt wieder los mit dem Karussell

00:13:21: und... Da kommt wieder das Kopfhuck hin.

00:13:23: Ja genau und das war immer so ein Hin- und Herz zwischen diesen drei Welten

00:13:27: zu sein.

00:13:29: Ist ja auch schlimm.

00:13:30: Denken an sich ist ja auch überhaupt nichts Schlechtes, aber das vielleicht einfach mal eine Bewusstheit dafür zu entwickeln, wann bin ich im Kopf?

00:13:39: Wann kann ich den Kopf vielleicht in Hintergrund treten lassen und kann im Flow sein?

00:13:45: Und das ist auch ne Übungssache, ja?

00:13:48: Gerade in der Berührung ... In der absichtslosen Berührungen.

00:13:51: du hast es sehr schön gesagt, meistens haben wir irgendeine Absicht.

00:13:55: Racing to the End hast du sehr schön formuliert Und deshalb haben viele Paare irgendwann auch keine Lust mehr auf Sexualität.

00:14:02: Ja, Frau weiß schon, oh Gott!

00:14:04: Wenn ihr mich nur anfasst dann will er wieder oder vielleicht umgekehrt.

00:14:07: ja und es ist so schade weil gerade im Tantra geht's um absichtslose Berühren und wenn man das wirklich lernt... Das kann man auch lernen und irgendwann wird die Bewegung zum Flow Es kann zum Flow werden Und dann ist der Moment, wo diese Trennung aufgehoben ist.

00:14:29: Zwischen Denken wie will ich es machen?

00:14:32: Wie empfindet sie's?

00:14:34: Wie möchte ich das empfinden?

00:14:36: Diese Welten kann zu dem Punkt kommen, wo einfach alles passiert und das ist eine sehr schöne

00:14:45: Erfahrung.

00:14:46: Kennst du dieses Gefühl?

00:14:47: Du bist ja auch Künstler, du kennst sicherlich das Gefühl des Flow.

00:14:51: Ja auf jeden

00:14:52: Fall!

00:14:53: Wie würdest du Flow beschreiben?

00:14:56: Die man Raum und Zeit verliert.

00:14:57: Auch eine gewisse eigene Identität.

00:14:59: Man könnte es jetzt keine Ahnung... Das Ego verschwindet auch so ein bisschen.

00:15:13: Ja, also so man lässt sich nur auf diese Materie rein.

00:15:16: das Moment ist.

00:15:18: Genau.

00:15:20: Da spielt Raum und Zeit dann keine Rolle mehr?

00:15:23: Genau!

00:15:24: Und es ist eigentlich genau du hast es sehr schön auch wieder formuliert genau dass was dir zu Anfangs auch gesagt hast wenn ich esse dann esse ich ja das ist ja auch eine sehr fast buddhistische Wahrnehmung präsent zu sein wie du das gesagt hast.

00:15:39: Dann verschwinden Raum und zeit Sie sind auf einmal nicht mehr von Bedeutung.

00:15:47: Das ist wunderschön, also du hast diese Erfahrung!

00:15:51: Und trotzdem, wir sind in unserer Gesellschaft immer wieder rausgezogen.

00:15:56: Aber das Wesentliche ist es ja zumindest diesen Konflikt oder die selbst Menschen, die leben lang im Aschramm sind, die sind auch nicht so, dass sie immer im Augenblick sind.

00:16:08: Selbst für diese Menschen ist es jeden Tag eine neue Herausforderung.

00:16:13: Ich war mal in Indien, in einem Aschramm.

00:16:17: Die wollen ja völlig ohne Ego sein teilweise die Mönche, die ein Gelübde haben und dann hat der eine Möncher einmal erzählt ... Also viel Ego haben sie ja schon nicht mehr weil es besitzen ja wenig

00:16:28: usw.,

00:16:28: aber Highlight ist das Essen Ja?

00:16:32: Er hat sich die ganze Zeit damit beschäftigt wenn er an der Reihe war ob die Schale Joghurt oder da die größer war als beim Nachbarn Und er fiel ihm dann auf Selbst egal, was du abschaltest.

00:16:47: Es ist was so Menschliches.

00:16:49: trotzdem noch und sei es in Kleinigkeiten ... Wären wir schon sehr glücklich, wenn das auf diesem Level wäre?

00:16:56: Aber... Es ist immer eine Herausforderung im Präsenz zu sein.

00:17:02: Also anstatt jetzt wirklich nur zu essen und zu trinken, hatte ich's schon gedacht gemacht, wenn ich an der Reihe bin, welchen Joghurt kriege ich

00:17:08: dann!

00:17:08: Ja, ich meine irgendwo.

00:17:12: Also alles, was ich auch sage ist ja irgendwie nur rein aus meiner Erfahrung und irgendwo wenn ich irgendwie Referenzen mache.

00:17:18: das ist vielleicht auch gefährliches Halbwissen.

00:17:19: Aber ich habe da eine Theorie dass dadurch in der jetzigen Gesellschaft ... Die ist schon sehr individualistisch getrieben.

00:17:30: Was mit Individualistisch meine ist... Dass wir extrem viele Freiheiten haben selber für uns zu entscheiden wie wir unser Leben gestalten.

00:17:40: Klar sind wir irgendwo gefangen, in einem Gefangen oder wie ... Wir sind in irgendeinem Gefüge.

00:17:46: Ob es jetzt ein politisches soziales Gefügel ist, wirtschaftliches Gefüger und da sind gewisse Konditionen an denen wir uns halt anpassen um auch zusammen leben zu können.

00:18:03: Aber innerhalb dieses Gefügels haben wir schon ziemlich viele Freiheiten.

00:18:07: Absolut!

00:18:08: Aber was heißt das dann am Ende?

00:18:10: viele Freiheiten haben, dass wir viele Entscheidungen selber treffen müssen?

00:18:16: Und ich glaube, dass das Ego dadurch sehr anspricht.

00:18:22: Also es ist sehr aktiv.

00:18:23: dann und ich habe mich auch eine Zeit lang mit Freude auseinandergesetzt.

00:18:30: also ob man jetzt zustimmt oder nicht.

00:18:31: aber was ich halt in dem Punkt interessant fand ist, da war das EGO jetzt nicht unbedingt ein Gegenspieler Irgendwo auch ein Mitspieler und man sich dem auch anfreuten kann.

00:18:45: Ich glaube nicht, dass das Ziel ist, einen Ego-Death zu erfahren und fertig.

00:18:51: Weil es ist nicht kompatibel mit der...

00:18:53: Und Ego ist ja auch wichtig!

00:18:55: Wir müssen überleben und wir müssen uns ernähren.

00:18:58: Es ist auch wichtig zu empfinden was finde ich jetzt gut?

00:19:01: Was finde ich nicht gut?

00:19:02: Uns eben zu spüren.

00:19:03: Ego is ja wichtig.

00:19:05: Ja total.

00:19:10: Das zyklische ist, also man wacht auf und in dieser einen Sekunde beim Aufwachen fängt es an.

00:19:20: Dass man versteht wo man ist wer man ist wann man ist Und dann fängt auch das planerische Arm Entscheidung zu tragen bei sie und auf gewisse Werte usw.

00:19:34: Und das ist alles so dieses Ego, was dann am Laufen ist.

00:19:38: Das hilft uns ja auch voranzukommen und ins Schalgen zu machen und zu strukturieren und zu planen.

00:19:45: Das Leben ist ja auch fordert aber es ist halt nicht alles.

00:19:53: Der Alltag fordert halt vieles.

00:19:58: Demnach merke ich, dass es umso mehr ... eine aktive... dass man dadurch vielleicht auch genau diesen Trang verspürt, okay wie kann ich dem auch entgegen kommen?

00:20:17: Oder nicht entgegensetzen oder ist ein bisschen besänftigen dieses Ego.

00:20:25: Dieses Programm was da abläuft müssen wir abschalten können.

00:20:29: und was sind die Mittel dafür?

00:20:35: destruktive Mittel?

00:20:37: Wenn wir mal bei den positiven

00:20:38: Mitteln.

00:20:38: Und dann gibt es auch positive.

00:20:41: Was hilft dir persönlich, wenn du merkst, ah Kopfkino hat schonmal wieder eine größere Dominanz als ich mir vielleicht einen Moment wünsche?

00:20:49: was hilft dir dich wieder mehr zu spüren und im Augenblick zu sein

00:20:54: Ja tatsächlich sich auf das nichts machen zu konzentrieren und zu verlassen und irgendwie so diesen diesen... einfach nur zu beobachten, ob es die Außenwelt beobachtend ist oder sich selber zubeobachten und sich auch erstmal wohl dabei zu fühlen ohne gleich den Tatentranck zu machen haben.

00:21:16: Auch selbst wenn man diesen Tatentrank verspürt, auch erst mal das zu beo- bachten unvoreingenommen und sich so ein bisschen davon da ist von außen zu betrachten Und ich glaube dass geht auch sehr Richtung halt einen meditativen Zustand

00:21:35: Ja, das beschreibst du gerade ja?

00:21:38: Also sehr konkret gesagt so wenn ich dann auch da sitze und einfach nur beobachte oder meine Augen schließe und durch meine Ohren beobachtet.

00:21:50: Komm natürlich auch einen Moment wo ich denke okay wie spät es ist was muss ich jetzt noch machen?

00:21:56: aber es soll doch einfach sein zu werden sagen ok es ist auch okay dass ich jetzt grad denke und ich lasse es jetzt einfach mal dabei Und irgendwann kommt glaube ich diese innere Ruhe automatisch.

00:22:10: So eine Art Loslassen

00:22:12: finde ich sehr schön wie du das beschreibst.

00:22:14: es gibt ja verschiedene Wege.

00:22:16: A ist einmal Beobachtung, sich beobachten.

00:22:21: ein anderer Weg ist Augen schließen und in die innere Stille zu kommen.

00:22:25: dass es es gibt Ja verschiedene Religionen und Bewusstseinswege zum Beispiel im Buddhismus wo das sehr stark geübt

00:22:32: wird.

00:22:33: Es gibt aber auch die Möglichkeit über die Sinne, die ganz bewusste Sinneserfahrung in den Zustand zu kommen der absoluten Präsenz.

00:22:45: Also wie das Thema Essen oder auch sich selbst berühren.

00:22:50: Wie oft berühren wir uns selber wirklich mal ganz bewusst eher weniger?

00:22:55: Auch da ihr jetzt weggebunden, da reibe ich mal das Öl auf meinem Körper damit die Haut noch so trocken ist.

00:23:00: aber Ich hab gerade im Moment, weil auch ich experimentiere immer wieder und bin da grad in der Community.

00:23:08: Wir machen eine Challenge.

00:23:09: jeden Morgen haben wir eine Stunde wo wir Übungen machen um neue Wahrnehmung für den Körper zu finden ja also

00:23:18: auch

00:23:19: Zum Beispiel mit einem Löffel heute morgen.

00:23:21: Einfach mal ... Mit einem Löffel, einfach nur über das Gesicht

00:23:25: streichen?

00:23:26: Was ist das für eine Erfahrung und nichts anderes um bei dieser Erfahrung zu bleiben oder sich selbst berühren?

00:23:35: Und eben es ging um das Thema Self-Pleasure.

00:23:39: Da geht's nicht nur darum, sich schnell zum Höhepunkt zu bringen sondern diese Lustgefühl im gesamten Körper zu finden und den gesamten Körper zu berühren.

00:23:52: Weil wir erwarten oft, der andere soll mich glücklich machen, der anderen soll mich berühren aber es fängt ja eigentlich bei uns selbst

00:23:58: an.

00:23:58: Ja das ist spannend dass du es jetzt auch sagst weil ich spüre ja auch in unserem Gespräch so dein Fokus ist ja auch sehr dieses körperliche.

00:24:08: Ich glaube es gibt ja auch einen Grund warum ich mich in China habe auch beim Tantra Kurs mitzumachen, weil es uns körperlich geht.

00:24:17: Und auch mein Leben lang noch als Kind... Ich war sehr visuell, ich bin sehr visuel oder auch so mauditiv und das war immer meine Art Beruhigungsmittel, ob ist jetzt oder so meinen Weg, meinen Kanal um irgendwie den jetzt im Moment zu spüren, aber als Kind war's das Zeichnen.

00:24:43: Ich habe auf Wänden gezeichnet, daheim.

00:24:46: Meine Eltern haben es gehast aber ich konnte nicht anders!

00:24:49: Ich musste obsessiv zeichnen und habe über die Jahre jetzt auch gemerkt okay ist es tatsächlich irgendwie so ein Art Bewältigungsmechanismus der da aktiviert wird.

00:25:01: dieses Zeichnen hilft mir einfach mich auf die Bewegung und das Zeichnern sich zu konzentrieren Und dasselbe es halt auch mit, ob sie jetzt musizieren oder so Musik hören.

00:25:13: Oder sich auf die Geräusche zu... Das ist auch so mein Kanal.

00:25:17: aber das körperliche ist glaube ich noch eine Spate, die habe ich noch nicht so erkundet, würde ich mal sagen, was wir Sport machen, aber dass man wirklich in den Team erfahrt und mit sich selber spürt oder auch mit einer anderen Person Ja und demnach ist es halt auch sehr interessant, dir zuzuhören.

00:25:45: Und vor allen

00:25:46: Dingen wenn's eben auch Begegnung mit einer anderen Person ist.

00:25:51: Da spielt ja nun das Taktile und zwei Körper sich berühren lassen eine ganz wesentliche Rolle.

00:26:01: Das schafft die Basis für Intimität oder Sexualität.

00:26:05: Ich glaube du hast am Anfang auch sehr schön gesagt Es spielt ja irgendwie, wir werden nicht dazu erzogen.

00:26:11: Das spielt in unserer Gesellschaft keine große Rolle.

00:26:14: Was ja eigentlich sehr schade ist, wir machen Sport und irgendwelche Wettkämpfe zu gewinnen aber

00:26:20: körperliche Berührung

00:26:22: ohne Zweck einfach nur um sich lebendig zu fühlen das ist es ja eigentlich findet selten statt.

00:26:28: ich mein selbst als Bibin den jungen Jahren diese Nähe die man dann findet man kann reden Alles ist neu und eines der ersten Sachen war diese Berührung.

00:26:39: Ich fand sie mir auch interessant, so eine Artedruck oder sowas, dass du auch damals in den ... weiß ich gar nicht wann es waren, in den Fünfzigern oder so was?

00:26:48: In den Sechzigern?

00:26:49: Da ja auch eine Erziehungsformen gab und man noch gesagt hat okay vielleicht das Kind etwas weniger berühren damit es eine gewisse Selbstständigkeit entwickelt.

00:26:59: Stimmt!

00:27:00: Das ist ja so eine Strategie entwickeln oder sowas.

00:27:04: Und es ist halt auch interessant, wie man eigentlich dieses urmenschliche sogar entnimmt und das fängt schon bei der Erziehung an in den ersten Monaten Jahren.

00:27:21: Absolut!

00:27:22: Und auch Eltern, die vielleicht selber wenig Berührung bekommen haben.

00:27:27: Vielleicht auch in manchen Kulturkreisen wird sehr viel berührt und anderen Kulturkreis weniger.

00:27:32: Auch das spielt eine Rolle!

00:27:34: Wenn ich selbst zu wenig Berühren erfahren habe dann kenne ich mich damit nicht so gut aus und kann vielleicht auch meinem Kind nicht so viel Berührungen geben.

00:27:45: So setzen wir dieses Muster natürlich immer weiter fort.

00:27:51: So kenn ich.

00:27:52: Die haben schon lange geredet, das hat richtig Spaß gemacht!

00:27:57: Ich könnte auch noch

00:27:57: ewig mit dir weiterreden.

00:28:02: Huro, ich danke dir...

00:28:08: Okay ja, das müssen wir dann nochmal abchecken.

00:28:15: Also ich danke Dir auf alle Fälle für dieses wirklich tolle Gespräch und Und ich freue mich riesig, wenn wir uns wiedersehen und neue Erfahrungen machen im Bereich Tantra auch mit einer Partnerin.

00:28:32: Ganz liebendankt, dass du gekommen bist und inspirieren konntest!

00:28:37: Ganz lieben Dank fürs Zuschauen und Zuhören

00:28:40: und

00:28:42: lasst euch inspirieren.

00:28:44: Schaut gerne auf meine Website nach kristinejansson.de Und vielleicht habt ihr Lust, meinen Kurs zu buchen?

00:28:51: Ein Buch zu lesen oder ein Coaching zu machen.

00:28:54: Ich wünsche euch eine ganz tolle Woche!

00:28:56: Bis bald!

00:28:58: Tschüss!

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